LOOKING out of the cage

 

Während das Leben draussen trotz Corona und der Pandemie weitergeht, haben sich viele aus Angst zurück gezogen.

Wie in einem Käfig warten wir auf die Befreiung, hoffen auf Sicherheit und verlieren dabei das Vertrauen in die Gesellschaft, in soziale Gerechtigkeit und vor allem in uns selbst.

Auch ich hatte mich stark zurück gezogen, nicht nur wg meiner Gesundheit sondern auch aus Angst vor anderen.

Seit Beginn der Pandemie ist soviel Hass aus allen Ecken gekommen, dass auch ich das Vertrauen verloren hatte, denn die Diskriminierung gegenüber sozial denkenden und weltoffenen Menschen ist deutlich angestiegen, man wird schon verurteilt, wenn man nicht wie gesellschaftlich erwartet, funktionieren kann, man wird verurteilt nach Kleidung, Hautfarbe, Religion, Sexualität und dies kommt oft natürlich aus der rechten Ecke.

Ich weiss nich, was es jemandem anderen angeht, wer wann wen liebt, woran man glaubt oder wie man sich kleiden möchte.

Ich habe es aber satt, mich von anderen dafür an den Pranger stellen lassen zu müssen und immer und immer wieder mich für meine Vergangenheit rechtfertigen zu müssen.

Mein Leben ist wie das von vielen anderen meiner Generation gelaufen.

Scheidung der Eltern, alkoholkranke Familienmitglieder, vor denen man wg exzessiver Gewaltausbrüche fliehen muss, Schul – und Ausbildung sind mit so einer Last fast unmöglich, trotzdem gehen diese Menschen arbeiten – eben nur nich als Manager, Journalist oder Anwalt.

Nein, das sind die Leute, die tagtäglich überall für uns alle im Hintergrund da sind, Busfahrer, Pflegekräfte, Kioskbetreiber und noch so viele mehr.

Was oft in der Gesellschaft leider nich beachtet wird:

Diese Menschen arbeiten bis sie wirklich nich mehr können, sie krank werden und dann ins Hartz4 System abrutschen.

Sie werden vom Leben abgeschnitten, können kaum an etwas teilnehmen oder ihre Rechnungen bezahlen, die Gesellschaft sieht aber weg und statt zu helfen, werden sie als faul, unzuverlässig und dumm dargestellt.

Niemand schaut hin, was überhaupt dazu geführt hat, dass sie den Halt verloren haben.

Es geht hier auch nicht um Arbeit oder Hartz4, sondern um dem Umgang mit diesen Themen und was wir alle damit der nächsten Generation vorleben.

Erwartungen, Druck und Stress von klein auf.

Du musst in der Schule gut sein, Abitur und dann ein Studium, mindestens 20 Hobbys und Sport darf auch nicht fehlen.

Du musst auch schön sein. Und ja nicht anders!

Denn wer anders ist, anders denkt, fühlt und glaubt, hat in dieser Gesellschaft keinen Wert und keine Zukunft.

Ganz egal, wie sehr Du Dich anstrengst.

Ich persönlich bin ANDERS.

Von klein auf.

Und ich habe inzwischen eine RamboPower entwickelt, die auch in meinen Arbeiten zu sehen ist, sowohl in früheren als auch in aktuellen Werken. Ich habe es selbst nur jetzt erst verstanden.

Ich bin STOLZ auf meine Kunst, egal ob Foto, Leinwand oder andere Projekte.

Und ich bin STOLZ auf meine Freunde, meine Familie im geistigen Sinn, ich werde auch definitiv weiter machen und mir das Tempo nich vorschreiben lassen.

Ich liebe einfach das kreative Treiben, bunte und vielseitige Menschen, und ich liebe authentische Menschen, die sich nicht verbiegen lassen und anpassen, sondern den Mut haben, zu sich selbst zu stehen.

Bine

About Bine

Freischaffende Künstlerin - Kreativfelder: Emotional-expressionistisch, abstrakt-kollagierte Aktions-Malerei auf Leinwand, Holzarbeiten, Masken und Skulpturen, Performance und Fotografie. Farbe und Material auf Leinwand, ob Acryl, Dispersion, Lack oder Gips, Spachtelmasse oder Filzstifte, Kartonagepfeiler und Plastikmasken. Actionpainting würden es manche nennen. Darstellung von Gefühlszuständen oder Situationen in farblichen Anordnungen, Vermischungen und Kollagierungen würde die Künstlerin es nennen. Gelebte Kompositionen.

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